emily
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Gedichte

Winternight

I hide my dreams in sparkling dust
in the frozen sounds of winter

white and pale
taste my flesh
give me your lies
of comfortness

my beauty strikes
you below the line
hunt me down -
to erect yourself

I hide myself
lay naked and bare
frozen in tension
to be consumed by your desire -
for an empty shell of self-deception

5.2.07 06:07


Messertanz

Umschließt mich Dunkelkeit - kein Licht
Schwarze Stille schluckt jeden Schrei
Halt still
Beweg dich nicht
Einen halben Zentimeter neben dir
Messerscharf die nächste Klinge
Doch täusch dich nicht
Zielsicher wird sie treffen
Vergiss deine Träume
Lass dich leiten
Vom Schmerz
Tiefer in den Abgrund
24.1.07 21:19


Bedeutungsschwer

Ist dieser Federkiel
doch scharf wie eine Klinge
schneid' ich die Worte tief
in mein Fleisch
geb ich mir den Schmerz
gleich ihrem Sinne
unter die Haut
20.11.06 23:46


Requiem

Schweig kleiner Vogel
Beginn kein Lied
Lass es dir im Halse stecken
Denn erhebt sich der Morgen
im roten Schein des neuen Tages -
so ist er nicht für dich !
Denn deine Freiheit ist ein Käfig
Und dein Lied mein Grabgesang.
16.11.06 17:44


Nacht

In dieser Nacht
Halt mich fest
Halt mich gefangen
Als gäbe es keinen Morgen
Doch die Nacht wird enden
Und es wird keinen Morgen geben.
Nur mein Herz bleibt kalt und leer
Leise lodert der Rest der Glut,
Erstickt im Vergessen...
15.11.06 03:51


Schicksalsweg

Schreite fort im wandelnden Strom.
Vergiss das Gestern in der Flucht des Tages
Ohne des Tau des Morgens.
Folge dem Weg, den es nicht gibt.
Schau nicht zurück,
blick nicht nach vorn,
denk nicht ans Jetzt.
Doch bleib nicht stehn!
Kein Glaube, keine Hoffung, kein Morgen!
Treibe vorran in der Vergänglichkeit.
Das einzig wahre ist dein Tod.
15.10.06 03:04


Und der Wind trägt mich davon
Erfasset mit leisem Streich
wie welkes Laub
den Rest des Lebens
das mich nie besessen.

Mein Atem ist Eis,
steigt aus den weiten
meiner gefrorenen Tiefen herauf,
erfüllt die Luft mit Winterkälte.

Raureif kristallisiert in meinem Blick
verhüllt die Welt mit einem Zauberspiel
aus Form und Licht
und zerbricht in tausend Farben.

Wie der Federschlag eines Vogels leicht,
in nur einem Augenblick,
verhallt der letzte Ton.

Und die Morgenröte spült in hellem Schein
Tränengleich die letzten Splitter fort.
24.9.06 21:18


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